Zia Forogh
StartseiteKunstwerkeMeine Sammlungen
Zia ForoghKünstlerische AussageLebenslauf
AusstellungenAufträge

Inspiriert bleiben

Abonnieren Sie, um Updates zu neuen Kunstwerken und Ausstellungen zu erhalten.

Über Zia ForoghKontakt

© 2026 Zia Forogh. Alle Rechte vorbehalten.

Zia Forogh — Afghan visual artist and painter in studio

Zia Forogh

Zia Forogh (1984) ist Sänger, Musiker, bildender Künstler, Galerist, Kunstlehrer und Aktivist aus Afghanistan. Derzeit ist er Artist at Risk (AR)-Resident bei Moosdorf Korrektiv e.V. in Berlin, Deutschland.

Forogh schloss 2010 sein Bachelorstudium in Malerei am Institut für Bildende Kunst der Universität Herat ab. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 2014 die Daira-e-Khiyal-Galerie, die afghanische Kunst präsentierte und jungen Menschen einen Raum zum Lernen von Kunst, Musik und Kalligrafie bot. Anschließend erwarb er 2020 einen Masterabschluss in Bildender und Darstellender Kunst an der Universität Kabul. Von 2012 bis zur Schließung nach der Rückkehr der Taliban unterrichtete er am Institut für Bildende Kunst.

Im Laufe der Jahre wurde Forogh zu zahlreichen renommierten Kunst- und Musikveranstaltungen eingeladen, darunter die Aga Khan Stiftung für Kultur, die Afghanistan Independent Human Rights Commission, die NIMROZ-Ausstellung, die Universität Herat, USAID, Turquoise Mountain, RET, das Oberhaus des afghanischen Parlaments, Maihan TV und das afghanische Olympische Komitee im Jahr 2016.

Aufgrund seiner sehr aktiven und öffentlichen Rolle in der afghanischen Kunstszene sind Forogh und seine Familie bekannte Persönlichkeiten im Land. Seine bildende Kunst wird von seiner unmittelbaren Umgebung beeinflusst, darunter Themen wie Selbstmordanschläge, Gewalt gegen Frauen und Krieg. Darüber hinaus betrachten die Taliban seine Auftritte als anti-islamisch, wodurch er und seine Familie als Ungläubige mit der Todesstrafe bedroht wurden. Seine Musik thematisiert zudem offen die Brutalität der Taliban.

Infolgedessen musste Forogh seine Galerie schließen, seine Musikinstrumente verstecken und mehrfach den Wohnort wechseln, um nach der Machtübernahme der Taliban nicht gefunden zu werden. Ihm wurde mitgeteilt, dass die Taliban aktiv nach ihm suchten. Zudem brachte seine ethnische Zugehörigkeit (er gehört zur Minderheit der Hazara) ihn und seine Familie in große Gefahr. Die Verfolgung der Hazara durch die Taliban in den letzten Jahren, insbesondere seit der Machtübernahme 2021, ist gut dokumentiert.

Nach seiner Flucht aus Afghanistan ist Zia Forogh Artist at Risk im AR-Moosdorf Korrektiv e.V. in Berlin, das von der Crespo Foundation kofinanziert und im Rahmen des AR-Netzwerks koordiniert wird. Das AR-Netzwerk wird von einem Sekretariat koordiniert, das durch das Programm Artistic Freedom des Schwedischen Kunstrats und das Zentrum für Friedensmediation des finnischen Außenministeriums finanziert wird.

“ Kunst ist nicht das, was du siehst, sondern das, was du andere sehen lässt.”